Montag, 22. September 2008
Hoafst, du doafst
* * *
Lang aul
Droag etj die en miene Brost
Lost
Die to leewe
Hab etj nich, en doch
Best du een Deel von mie
Etj spea die, wan etj oppstoh, en
Etj feel die, wan etj wada
Stell en meed em Bad lidj -
Tridj nom Farjoa bangt et mie
Wan etj aul' dee oole Bilda see:
Hia sie etj escht sewen, hia escht twalw en
Doa escht (ooda aul?) achtien
Hia hab etj aul graue Hoa -
Dee Hoafst we emma aul vel noda aus etj
Docht (en meend en ohnd en wusst) en nu
Steit hee aul meist perseenlich
Verre Dea
Etj stal mie vea, daut etj se opmoak
Dise Dea
En heh mie meist aul saje: Hoafst
Du doafst
* * *
Vor ein paar Jahren hat Peter Penner diesen plautdietschen Text von mir vertont und mit einigen anderen Liedern als CD veröffentlicht. Da heute ja wieder einmal ein neuer Hoafst beginnt, habe ich mir ein paar Fotos von der Sibirien-Studienreise mit den Plautdietsch-Freunden vor zwei Jahren rausgekramt und sie dazugezaubert...
Sonntag, 10. August 2008
Mank Leem en Leew
Dienstag, 22. Juli 2008
Kohlossal bis banal
Ich träume ziemlich häufig und immer wieder auch ganz merkwürdige Dinge. Heute Nacht flogen zum Beispiel große schwere runde feste grüne Kohlköpfe mitten in eine Menschenmenge! Da lief gerade irgendwo eine harmlose Veranstaltung. Es war so etwas Ähnliches wie eine Plautdietsch-Tagung, vielleicht eine Mitgliederversammlung der Plautdietsch-Freunde. Der Saal hatte irgendwie kein Dach, es war ein schöner Sommerabend, und während Heinrich Siemens vorne etwas erzählte, saß ich mitten im Publikum und sah plötzlich von ganz weit vorne rechts wie aus einem anderen Teil der Stadt - und es sah zuerst auch ganz interessant auch - einen Kohlkopf zu uns geflogen kommen. Einen Kohlkopf! Die harten schweren Dinger, die Mama immer zum Borschtkochen braucht! Und da war noch eine zweite Kugel, eine dritte... Jemand musste sie dort aus irgendeinem Kanonengerät oder Katapult abgefeuert haben. Aber mir blieb die Spucke weg, als diese Kumstkugeln dann in den nächsten Sekunden direkt bei uns im Publikum einschlugen: Sie schlugen einen nach dem anderen rechts und links von mir nieder. Die Kohlköpfe knallten auf Menschenköpfe, wie Billardkugeln auf andere Billardkugeln. Komischerweise rannte niemand weg, auf der Bühne war es still. Heinrich Siemens sprach aufgeregt in sein Handy. Als ich zum Mikrofon wollte, um irgendetwas zu sagen, sah ich gerade, wie eine Weißkohlkugel mit voller Wucht auf eine junge Frau vor mir einschlug, wie ihre Augen sich nach oben verdrehten und sie ohnmächtig (oder tot?) zusammenbrach. Keine Panik im Raum. Alle waren still. Oder vielleicht erstarrt vor Angst. Noch bevor ich dazu kam, etwas zu den Menschen zu sagen, wurde ich wach.
* * *
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