Samstag, 8. Dezember 2012

Der rote Himmel am Morgen
















Er hat mich nie umarmt
Warum sollte er auch einfach so
Seine Tochter umarmen?
Ich verdränge es
Aber irgendwie lässt es sich
Verdammt schlecht verdrängen -
Versuchtes Verdrängen verschleiert
Meine Sinne
Aber hilft auch
Denke ich
Und schau ihn von der Seite an
Und merke
Er ist heute anders
Er schaut weg
Und ist mir dennoch zugewandt
Kristallklar scheint meine Sehnsucht
Heute bei ihm anzukommen
Ich bin verwirrt und überrascht
Er dreht sich um
Er schaut mich freundlich an
Hält den Blick
Er hält tatsächlich diesen Blick und
Lächelt
Lächelt in Farbe
Er lächelt sanft, klar und ehrlich
Nein, denke ich
Doch, denke ich
Das ist er
Ja, das ist er!
Er hat mich nie umarmt
Aber das hier
Das hier ist neu -
Und neu ist auch mein Wunsch
Ihn wieder so zu sehen


* * *

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die Morgenröte steht für mich für ein Gefühl der Leichtigkeit, der Schönheit, der Hoffnung... Das spiegelt sich für mich auch in dem Gedicht wieder. Danke, Peuta!

Anonym hat gesagt…

Wunderschön!

Anonym hat gesagt…

Was ist das für eine Figur, Peter?

Woher hast Du sie?

Steht sie in Deiner Wohnung?